Pinterest Werbung und die Möglichkeiten

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine mit Fokus auf Bildern und Videos und wird als Inspirationsquelle und zur Ideen- und Informationssuche genutzt.

Die User sammeln auf ihren virtuellen Pinnwänden Bilder und Videos von Ideen, Produkten und Dienstleistungen, die sie interessieren. Besonders beliebt sind Beiträge zu den Themen Do-it-yourself (DIY), Sport, Wohnen, Ernährung sowie Beauty und Mode/Kunst. Die Nutzerzahl besteht aktuell zu ca. 80% aus weiblichen Usern. Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Usern bei den täglichen Neuanmeldungen ist jedoch bereits ausgeglichen. Über 300 Mio. Menschen nutzen Pinterest weltweit. Davon ca. 7 Millionen in Deutschland und je 1 Millionen in Österreich und der Schweiz.

<span “>Warum Pinterest nutzen?

  • Starkes visuelles Marketing dank ausdrucksstarker Anzeigen
  • Nutzer mit hoher Kaufbereitschaft proaktiv ansprechen
  • 93% der „Pinner“ nutzen Pinterest zur Informations- und Ideensammlung in Zusammenhang mit einer Kaufentscheidung.
  • Bekanntheit und den Abverkauf der Produkte fördern
  • Erreichen einer maßgeschneiderten Zielgruppe mithilfe der Targeting-Optionen
  • Basierend auf demographischen Daten, Interessen und Keywords können spezifische Zielgruppen definiert und die richtigen Nutzer erreicht werden.
  • Bessere Sichtbarkeit bei Suchmaschinen
  • Der Pinterest Auftritt eines Unternehmens wird auch von Google indexiert. Mit der richtigen SEO-Optimierung profitiert man also gleich von zwei Suchmaschinen.
  • Steigerung des Website Traffics
  • Mit visuell ansprechenden Ads kann schnell der gewünschte Webseiten-Traffic generiert werden.
  • Promoted Pins werden bei Pinterest recht dezent gekennzeichnet und sehen deshalb beim flüchtigen Betrachten aus wie normale Pins.
  • 77% der aktiven Pinterest Nutzer haben neue Produkte oder Marken auf Pinterest entdeckt.
  • Der Grund für die starke und vertrauensvolle Bindung, die Nutzer zu Pinterest aufbauen, könnte besonders in der recht skandal- und kontrovers-freien Existenz der Plattform liegen.
  • Pinterest wird für die Entscheidungsphase genutzt, wenn es um den Kauf eines Produktes geht.

<span “>Werbeformen

Promoted App Pins

  • problemloses Auffinden und Herunterladen von Apps direkt aus der Plattform heraus
  • klickt der Nutzer auf einen Promoted-App-Pin, lädt er die jeweilige App herunter, ohne dass er Pinterest verlässt und zu einem App Store weitergeleitet wird
  • Dies eignet sich vorzüglich, um die eigenen Apps zu promoten.

Standard/Promoted Pin

  • Eigentlich wie ein gewöhnlicher Pin
  • Unterschied: ist als Promoted Pin gekennzeichnet
  • Unternehmen können mit einem hinterlegten Unternehmens-Konto Links zur eigenen Website oder Landingpage setzen.
  • Stärkung der Bekanntheit einer Marke
  • Auch Interaktionen und Traffic lassen sich über Promoted Pins generieren

Promoted Karussell-Pins

  • Ähnlich wie bei Facebook
  • Es können mehrere Bilder (aktuell 5) in einem Promoted Carousel hinterlegt werden
  • Möglichkeit, sich visuell und kreativ auszutoben
  • Zum Beispiel:
    > Darstellung eines erklärungsbedürftigen Produkts
    > Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens oder einer Veranstaltung

Promoted Video-Pins

  • Videoclips: eigene Produkte oder Dienstleistungen können in Bewegtbild-Form ansprechend dargestellt werden
  • Ideal für Branding oder Engagement

<span “>Targeting-Möglichkeiten der <a” href=”https://www.nakoa.digital/was-wir-tun/online-marketing/pinterest-werbung/” target=”_top” rel=”noopener noreferrer”><span “>Pinterest Ads

1. Interessen

Bei der Ausspielung nach Interessen orientiert sich der Pinterest-Algorithmus an den Interessen des Nutzers.

Dabei erfasst er seine bisherigen Interaktionen mit bestimmten Themen. Dazu gehören zum Beispiel Reisen, Wohnen oder Rezepte.

2. Keywords

Pinterest-Nutzer suchen nach Keywords auf der Plattform. Werbetreibenden stehen hier fünf einzelne Typen der Übereinstimmung der Keywords beziehungsweise Suchausdrücke zur Verfügung.

Exact Match:

Nutzern werden Pins angezeigt, die nach dem exakt identischen Keyword oder sehr ähnlichen Begriffen suchen.

Negative Exact Match:

Im Gegensatz dazu werden bei diesem Typ Anzeigen nicht ausgespielt bei Suchen, in denen das hinterlegte Keyword genutzt wird.

Broad Match:

Dieser Typ zielt sowohl auf das jeweilige Keyword als auch Synonyme, alternative Wörter und ähnliche Schreibweisen des Suchbegriffs ab.

Negative Phrase Match:

Bei diesem Typ wird entsprechend ein Promoted Pin nicht angezeigt für Suchanfragen des Nutzers, wenn der vollständige Keyword-Ausdruck im Suchbegriff auftaucht.

Phrase Match:

Hierbei werden Werbeanzeigen ausgesteuert, wenn im Keyword der jeweilige Ausdruck enthalten ist. Dies gilt auch auch für alternative Schreibweisen und sehr ähnliche Variationen der Phrase.

3. Demografie

Anzeigenaussteuerung ist auch nach demografischen Informationen möglich. Das Targeting nach Alter ist aktuell nur in den USA verfügbar. Aktuell: Zielgruppenerfassung über Ort, Sprache und Geschlecht

4. Retargeting/Remarketing/Audience Targeting

Nutzer, die bisher Inhalte des Werbetreibenden konsumiert und unter Umständen mit ihm interagiert haben, lassen sich gezielt ansprechen. (Act-a-like Audience)

Möglich sind zum jetzigen Zeitpunkt vier Retargeting-Kategorien:

  • Kunden, die bereits mit einem oder mehreren Pins interagiert haben
  • Nutzer einer E-Mail-Kundenliste
  • Besucher der eigenen Website
  • Act-a-like-Audiences: Das sind Zielgruppen, die dem anvisierten Kunden vom Verhalten her sehr ähnlich sind (vergleichbar mit Lookalike Audiences auf Facebook).

Welche Gebotsmodelle gibt es?

Die Pinterest Ads nehmen bei der Anzeigenauslieferung ähnlich wie bei Google oder Facebook an einer Auktion teil.

Somit will die Plattform sowohl für User als auch für Werbetreibende einen Mehrwert schaffen, indem die hochwertigsten Anzeigen zur richtigen Zeit an die richtige Person ausgeliefert und Advertiser dabei unterstützt werden, ihre Ziele zu erreichen.

Der Auktionsmechanismus entscheidet darüber, welche Anzeige wann ausgeliefert wird, wie wahrscheinlich eine Nutzeraktion ist und wie viel die Aktion dem Werbetreibenden wert ist.

Der Werbetreibende zahlt mindestens nur den Betrag, der benötigt wird, um die nächstbeste Werbeanzeige in der Auktion zu überbieten bzw. die Auktion zu gewinnen.

Es kann also durchaus sein, dass die Gebühren niedriger sind als das festgelegte Gebot des Werbetreibenden.

Was kostet Werbung auf Pinterest?

Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab, zunächst aber vom eigenen Budget.
Der Werbetreibende teilt Pinterest mit, wie viel er für Werbung ausgeben möchte.

Pinterest versucht dann, für diesen Betrag möglichst viele Ergebnisse zu erzielen.

Es gibt drei verschiedene Kampagnentypen für Pinterest Werbung:

  1. Awareness steigern
  2. Markenpräferenz bilden
  3. Conversions steigern

Aufgrund der verschiedenen Ziele, gibt es verschiedene Abrechnungsmodelle.

Für jede Kampagnentyp geben Sie ein Maximalgebot ab, das Sie für die von Ihnen gewählte Aktion zahlen möchten – maximalen CPC, maximalen CPE und maximalen CPM.

Es handelt sich hierbei um grobe Werte. Diese unterscheiden sich von Branche zu Branche.

Welche Kampagnenziele stehen zur Auswahl?

  1. Markenbekanntheit
  2. Videoaufrufe
  3. Traffic
  4. App Installationen

Gibt es Ad-Tracking Möglichkeiten?

Es gibt viele Parallelen zum Facebook-Pixel.

So bietet auch Pinterest mit dem sogenannten Pinterest-Tag ein umfassendes Tracking als Ad-Lösung an. Nach der Installation des Pinterest-Tags im JavaScript-Code der Webseite lassen sich Conversions verfolgen.

So können die Aktionen der Webseitenbesucher mitgetrackt werden, nachdem sie auf die Promoted Pins geklickt haben, Kampagnenergebnisse gemessen und spezielle Zielgruppen fürs Remarketing aufgebaut werden.

Mit dem Pinterest-Tag lassen sich 9 Conversion-Aktivitäten messen:

  1. PageVisit: Ansichten von primären Seiten, wie z.B. Produkt- oder Artikelseiten
  2. ViewCategory: Ansichten von Kategorieseiten
  3. Search: Suchanfragen auf der Webseite, um z.B. nach bestimmten Produkten oder Filialstandorten zu suchen
  4. AddToCart: Artikel, die in den Warenkorb gelegt wurden
  5. Checkout: Abgeschlossene Transaktionen
  6. WatchVideo: Videowiedergaben
  7. Signup: Webseiten-Registrierungen
  8. Lead: Kontaktanfragen/Downloads auf der Webseite
  9. Custom: Definition von eigenen Ereignissen (Erstellung von benutzerdefinierten Conversions)

Pinterest Algorithmus

Zusätzlich zum Bild können User eine Beschreibung einbinden. Bislang galt beides zusammen – Bild und Beschreibung – als essenzielle Information für den Pinterest-Algorithmus.

Auf diese Art und Weise filterte der Pinterest-Algorithmus die passenden Bilder heraus.

Seit mehr als einem Jahr erkennt Pinterest dank einer integrierten künstlichen Intelligenz Gegenstände und Objekte auf Bildern selbst und kann die Anfragen seiner Nutzer eigenständig personalisieren.

Darüber hinaus hilft dies nicht nur den Nutzern, sondern auch Pinterest selbst. Wie auf jedem anderen Social-Media-Kanal können User Bilder bewerben und selbst Anzeigen schalten. Durch die Bilderkennung ist ein genaues Targeting möglich, sodass in der Trefferliste auch themenrelevante Ads auftauchen.

4 wichtige Ranking–Faktoren

Ähnlich wie bei Google, hängt die Reihenfolge der Ergebnisse von bestimmten Ranking-Faktoren und dem Pinterest-Algorithmus ab. Bei Pinterest sind es im Wesentlichen vier:

1. Die Qualität der Domain

Pinterest bewertet wie Google die Domain – also die Website des Users. Bietet diese für seine User relevanten und ansprechenden Content, vertraut Pinterest auch seiner Qualität.

Dies bedarf jedoch Zeit, da der Algorithmus erst allmählich dazulernt und die Inhalte sowie die Reaktionen der Nutzer darauf bewertet. Förderlich ist es jedoch, seine Website zu verifizieren.

2. Die Qualität des Pins

Die Qualität des Bildes und die der Bildbeschreibung werden ebenfalls vom Pinterest-Algorithmus analysiert.

Ein schlechtes Ranking erhalten Bilder, die weder aktuell noch besonders spannend für ihre Nutzer sind.

Aktualität und Beliebtheit sind also Faktoren, die auch in den Suchergebnissen eine begrenzte Halbwertszeit haben.

Selbst ein Pin, der vor ein paar Monaten viral gegangen ist, verschwindet nach einer gewissen Zeit aus der begehrten Trefferliste.

3. Die Qualität des Nutzers und des Nutzerverhaltens

Fleißige Pinner sind für den Pinterest-Algorithmus gleichzeitig ein Indiz für dessen Relevanz.

Erhalten die Pins des Nutzers viel Aufmerksamkeit, viele Merken-Klicks und Kommentare, steigert das auch seine Pinner-Qualität. Auch die Repins bewertet der Pinterest-Algorithmus entsprechend.

4. Die Relevanz

Auch wenn dieser Faktor wenig fassbar ist, lässt er sich mit den passenden Keywords beeinflussen. Denn je besser ein Unternehmen suchmaschinenoptimiert aufgestellt ist und eine Keyword-Recherche betreibt, desto besser wird auch das Ranking bei Pinterest.

Denn der Algorithmus ordnet aufgrund der Keywords jedem einzelnen Pin ein Thema zu.

Tipps für Pinterest Ads

  • Regelmäßig Pinterest Ads überprüfen und optimieren
  • Demographische Merkmale bei den Promoted Pins verwenden
  • Auf Hashtags in der Pinterest Anzeige verzichten
  • Bei Pinterest Werbung nach relevanten Keywords suchen
  • Horizontale Bilder und Pinterest Ads funktionieren nicht
  • Pinterest Ads mit einer passenden Landingpage verknüpfen
  • Weiterleitungen in der Pinterest Anzeige vermeiden
  • Call-To-Actions bei den Pinterest Ads hinzufügen
  • Keine Call-To-Actions in den Bildern der Anzeigen verwenden
  • Regelmäßig die Gebote der Pinterest Ads aktualisieren

Tipps – Pinterest Profil

Hochwertige und ästhetische Bilder

  • qualitativ hochwertige Bilder mit einer hohen Auflösung und guter Beleuchtung pinnen.
  • Auge für Ästhetik

Das richtige Seitenverhältnis

Wählen Sie ausschließlich Bilder im Hochkant-Format aus, Seitenverhältnis von zwei zu drei, 600 mal 900 Pixel.

Die richtige Schriftart

Auf gut lesbare Schriften achten (unbedingt selbst auf Smartphone testen, 80% der Nutzer schauen mobil bei Pinterest vorbei!).

Bildbeschreibungen und Tonalität

Vernachlässigen Sie dabei nicht die Beschreibungen unterhalb der Bilder. Auch wenn Pinterest als digitales Fotobuch angesehen wird, können Sie die Beschreibungen für sich und ihr Unternehmen verwenden.

Egal, ob es eigene Pins oder Repins sind: Verleihen Sie Ihrem Unternehmen eine Stimme und wählen Sie eine Tonalität aus, die authentisch und persönlich das Unternehmen und dessen Werte transportiert.

Pinterest-SEO

Da auch bei Pinterest SEO eine relevante Rolle spielt, sollten nicht nur die Keywords und die Beschreibungen auf der Basis einer Kommunikationsstrategie gewählt werden. Auch im Dateinamen des Pins sollte ein entsprechendes Keyword auftauchen.

Aktivität und Community Building

Einfach pinnen und weg: So einfach funktioniert weder Social Media im Allgemeinen noch Pinterest im Speziellen. Kontinuierliche Aktivität ist deshalb gefragt. Daher vernetzen Sie sich und ihr Unternehmen mit Interessenten, Partnerunternehmen und bekannten Unternehmen.

Auch hier gilt das Prinzip der Reziprozität: Werden Bilder der Follower geteilt oder gar kommentiert, werden sie das Gleiche tun. So werden nicht nur Interessenten gewonnen, sondern auch die Chancen erhöht, in den Suchergebnissen weiter oben zu landen.

Denn Pinterest ist eben ein Kanal in Social Media – und nicht in Media Social.

Evergreen-Content

Da Pinterest aktuellen Bildern eine hohe Bedeutung beimisst, sollten Sie versuchen langlebige Bilder – also Evergreen-Content – zu pinnen. Hinweise zu Veranstaltungen oder Momentaufnahmen von Meetings sollten daher vermieden werden.

Rich Pins nutzen

Verwenden Sie je nach Branche sogenannte Rich Pins von Pinterest. Diese bieten Zusatz-Infos, die Sie direkt auf dem Pin einbinden können. Aktuell stehen drei Rich Pins zur Verfügung: Produkt, Rezept- und Artikel-Pin.

Fazit

Pinterest führt letztlich zu einer höheren Akzeptanz bei den Werbetreibenden.

Die vielfältigen Targeting- und Trackingmöglichkeiten zeigen außerdem auf, dass Pinterest nicht einfach «nur» als Branding Channel oder als Inspirationsquelle für «Hausfrauen» abgetan werden sollte, sondern durchaus auf Marketingziele einzahlen und zu konkreten Conversions führen kann.

Pinterest ist definitiv konkurrenzfähig und kann sich zu einer extrem spannenden Plattform entwickeln.

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